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Sehenswürdigkeiten » Dresden» Japanisches Palais

Japanisches Palais Schauplatz historischer Feste


Das japanische Palais ist aus einem 1715 erbauten holländischen Palais des Grafen Flemming hervorgegangen, welches August der Starke 1717 erwarb. Zu der mit großem Pomp gefeierten Hochzeit seines Sohnes waren Palais und Park der Schauplatz glänzender Festlichkeiten.
1727-1735 wurde das holländische Palais zu einem Vierflügelbau in spätbarocken klassizistischen Stil erweitert. Außer dem Baumeister Pöppelmann wirkten daran Knöffel und de Bodt mit. Zuerst wurden völlig neu der vordere und die beiden Seitenflügel errichtet, danach das holländische Palais zum jetzigen Elbflügel umgestaltet. De Bodt entwarf den Mitteltrakt mit der Vorderhalle an der Platzseite. Den Mitteltrakt entwarf Longuelune. Die vier Flügel umschließen einen rechteckigen Hof, der auf drei Seiten im Obergeschoss eine schmale Galerie einfasst.

Zwinger anno 1910

Dresden Zwinger


Die Galerie wird von großen Chinesenthermen getragen .König August plante in dem Palais seine kostbare Sammlung, chinesischer, japanischer und vor allem Meißner Porzellane zur Schau zu stellen. Das Bauwerk selbst sollte ein einzigartiges Porzellanschloss werden. Die Dächer, die gesamte Innenausstattung sollte die Meißner Manufaktur liefern. August der Starke konnte diese fantastischen Ideen leider nicht komplett umsetzen. Nur das Hochrelief im Giebeldreieck des Portalsbaues lässt erahnen welch prunkvolles Bauwerk entstehen sollte.

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Leider wurde die Porzellansammlung nur im Keller eingelagert.
Nach 1780 wurden im Erdgeschoss, die Antiksammlung und das Münzkabinett, in den oberen Stockwerken die kurfürstliche Bibliothek untergebracht. 1945 wurde das Gebäude stark zerstört.
Ab 1952 wurden die Fassaden des Palais ist restauriert, die Dächer teilweise mit Kupfer gedeckt.
Nach der Wiederherstellung der Innenräume wurden hier die Museen Vorgeschichte und Völkerkunde gezeigt. Im Nordwesten des Portales sieht man noch einen Überrest des einstigen Festungswalles. Später wurde das Gelände in einen englischen Garten umgewandelt. An der Elbeseite des Parkes stieg man einst auf Stufen, ähnlich wie in Pillnitz, zu einem Anlegeplatz der Gondeln hinab.

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Elbbrücke anno 1910
 
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